Warum sich unsere Probleme häufen?

Aktualisiert: Jan 15

Unser Leben ist das Resultat dessen, wie unsere Wirtschaft funktioniert. Wir arbeiten, um kaufen zu können. Wir leben für das Glück von morgen. Weil man nur heute glücklich sein kann, bleibt unser Glück eine Fata Morgana.



Zerstörung der Natur ist die Folge dessen, dass wir immer besser das Falsche tun


Glück ist nicht käuflich


Wir haben etwas sehr Wichtiges verlernt: die Kunst, im Hier und Jetzt zufrieden zu sein mit dem, was uns gegeben wurde. Wir haben dieses Leben, das uns unzählige Augenblicke schenkt, in denen wir Liebe und Schönheit verspüren können. Wir leben in einem Land, das uns Sicherheit, genug zum Essen und einen unbeschränkten Zugang zu unserer eigenen Kultur und zum geistigen Schatz der ganzen Menschheit geben. Wir haben jede Gelegenheit und alle Chancen, als Mensch zu wachsen und das Gute in der Welt ein bisschen zu vermehren. Das alles ist doch die Definition von Glück. Wir haben verlernt, glücklich zu sein. Als Ersatz dafür haben wir uns eingeredet und einreden lassen, dass wir Glück kaufen können. Was für ein Fehler!


Wir haben verlernt, glücklich zu sein.

Unsere perfekte Zivilisation


Peter Drucker sagte etwas sehr Wichtiges. Er sagte: „There is a difference between doing things right and doing the right thing.“, also: „Dinge richtig zu tun und die richtigen Dinge zu tun ist nicht dasselbe.“ Russell Ackoff (einer der Väter des westlichen systemischen Denkens) ergänzte dies: „The righter you do the wrong thing, the wronger you become.“, also: „Je besser du das Falsche tust, umso schlechter wirst du.“


Wir tun immer besser das Falsche.

Das größte Problem unserer westlichen Zivilisation ist, dass wir immer perfekter das Falsche tun. Alle unsere Schwierigkeiten sind eine Folge dieses einen Problems: die Zerstörung der Natur, die empfunden sinkende Lebensqualität, das Gefühl, dass wir als Gesellschaften nicht wirklich weiterwissen, dass wir als Einzelne uns nicht wirklich glücklich fühlen, die wachsende Lücke zwischen Arm und Reich, die in gesellschaftlichen Umwälzungen resultieren kann. Wir konsumieren und zerstören die Ressourcen dieser Welt, Ressourcen, die uns nicht gehören, teilen aber die dadurch entstandenen materiellen Werte kaum mit anderen – wir als Westen, aber auch wir als Unternehmer oder Vorstandsvorsitzende innerhalb des Westens. Alle diese Entwicklungen sind das Ergebnis unseres andauernden Bemühens, das Falsche immer besser zu tun.


Dem Mammon unterordnet


Wir haben unsere Kultur der Hoheit der Ökonomie unterordnet. Wir haben sie dem Marketing und den Medien freigegeben. Diese verfolgen ökonomische Ziele. Ihre Botschaften, ihre gesamte Kommunikation zielt darauf hin, den Umsatz ihrer Arbeitgeber zu erhöhen. Das Mittel zu diesem Zweck ist die Beeinflussung möglichst vieler Menschen. Weil der Gegenpol schwächer wird, werden sie damit immer erfolgreicher. Und was war der Gegenpol?


Die Kinder wuchsen früher in einem überschaubaren Umfeld der Familie und der Nachbarschaft auf – man hatte also genug Zeit, um sie zu erziehen, um ihnen Werte beizubringen. Außerdem war das Ziel der Bildung früher