Redesigning Civilization

Wie erschaffen wir die westliche Zivilisation neu?

von Alan Patrick Stern

Ein Buch über die Zukunft der Zivilisation

Die westliche Zivilisation ist in einem Reifeprozess entstanden. Die ganze Schöpfung ist nichts anderes als ein Reifeprozess: die Entstehung der chemischen Bauelemente der Materie, die Entwicklung der Lebensformen, das Heranwachsen des Menschen zum Bewusstsein, die Entwicklung der Gesellschaft. Unsere Zivilisation, so wie sie heute ist, reift aber nicht mehr ausreichend. Es ist Herbst im Westen und die Bäume bereiten sich vor, die Blätter abzuwerfen.

Wir müssen einen Neuanfang schaffen. Was wir dabei vor allem brauchen werden, ist ein kluger und konsequenter Designprozess, eine bewusste Neugestaltung unserer Gesellschaften, unserer Kultur, unseres Wirtschaftens. Wir müssen unsere Zivilisation neu denken.

 

In diesem Buch finden Sie die Antworten auf das Warum und auf das Wie. Unsere Zivilisation steckt in einer Sackgasse, weil wir unsere Ziele zu klein gedacht haben. Sogar unser Selbstbild ist missgebildet. Nichtsdestotrotz haben wir eine beeindruckende Kultur und ein demokratisches System geschaffen – sie können uns helfen, den Westen neu zu erfinden. Dafür werden wir allerdings zwei Sachen leisten müssen: unsere heutige Lebensweise infrage stellen und pragmatisch, ohne Illusionen und Selbsttäuschung vorgehen. Wenn wir alles richtig machen, bekommen wir am Ende dieses Prozesses eine robuste Zivilisation, eine verstärkte Kultur und eine Gesellschaft, die ihre Probleme selbst in die Hand nimmt.

"Sterns Neugestaltung unserer Zivilisation geht folglich von pragmati-schen Ansätzen aus und will die Gier nach ungehemmter Anhäufung materieller Güter überwinden, indem er ihre Zielvorgaben in Richtung immaterieller Werte wie Bildung, Empathie und Spiritualität verschiebt.

So schlägt Stern unter anderem vor, der Wirtschaft die versteckten Kosten für die Benutzung der Natur aufzuerlegen. Vor allem aber soll im Rahmen des Bestehenden ein wachsender „innerer Wirtschafts-kreislauf“ etabliert werden, der auf „Bedarfsdeckung anstelle Absatzsteigerung und Gewinnmaximierung“ ausgerichtet ist. „Redesigning Civilization“ ist eine wertvolle Lektüre, weil es das heutige System nicht verdammt, sondern mit dessen eigenen Mitteln neu zu gestalten sucht."

Quelle: Buchjournal

„Die Methode des Autors ist also das Gegenteil des Wunschdenkens. Das Buch beantwortet nicht nur die Fragen nach dem Warum und Was, sondern auch nach dem Wie. Es liefert uns einen Plan. Dabei ist es alles andere als eine langweilige politische Abhandlung. Es ist voller Liebe zum Leben und zur westlichen Kultur. Es ist lebendig und kämpferisch. Es erschafft Schritt für Schritt unsere Welt neu und entlässt sie in eine dauerhaft harmonische und friedliche Zukunft. Es ist einfach faszinierend.“

Quelle: BuchMarkt

 

„Buchszene: Sie benutzen die Methode des systemischen Gestaltens, um die westliche Zivilisation neu zu denken. Was lässt Sie daran glauben, dass sie dafür geeignet ist?

Alan P. Stern: Die Erfahrung. Glauben Sie nie. Nutzen Sie Ihren Verstand! Wenn man mit dieser Methode ein großes Unternehmen völlig neu gestalten kann, so dass es sich danach grundsätzlich anders verhält, anders mit seiner Umgebung interagiert, andere Resultate produziert, warum kann man ein System aus Unternehmen, also die Wirtschaft, nicht neu gestalten? Ein Unternehmen hat übrigens auch eine Kultur, die sein Verhalten beeinflusst und die verändert werden kann. Dafür wird allerdings bewusste, andauernde Arbeit von Menschen guten Willens benötigt, Menschen, die Verantwortung übernehmen. Die Wirtschaft ist nur größer, komplexer. Deswegen wird die Aufgabe größer und komplexer sein. Die Methode ist aber dieselbe.“

Quelle: buchszene.de

„Das Beste, was unserer Gesellschaft heute passieren kann, ist eine ernsthafte, engagierte Diskussion über Bücher wie dieses. Unsere Probleme haben ihre Ursachen in unserem Denken. Wir können sie nur dort lösen.

„Redesigning Civilization“ führt den Leser in ein neues Denken ein: systematisch und überzeugend. Die Meinungsbildner, Entscheider und Gestalter in der Gesellschaft müssen dieses Denken schleunigst lernen, wenn wir unseren gegenwärtigen Herausforderungen gerecht werden wollen.“

Quelle: Umbreit-Empfehlung

Die Zerstörung der Natur, Rückzug der Hochkultur sind unvermeidbare Folgen der Fehler, die unserem zivilisatorischen Modell zugrunde liegen. Die Wurzeln dieser Fehler liegen noch viel tiefer: in unserem Menschenbild, in unserer Vorstellung vom glücklichen Leben. Das ist der Ausgangspunkt eines ganzheitlichen Designprozesses, an dessen Ende ein neues zivilisatorisches Modell steht.

Quelle: Magazin 19NEUNZEHN

„Es ist eine Reise besonderer Art. Sie führt in das innere Universum des Menschen – genauso wie in eine Wirtschaft, die die Natur und Kultur nicht mehr zerstört. Die innere und die äußere Zivilisation gehören für den Autor zusammen, wenn wir uns aufmachen, unsere Zukunft neu zu gestalten.“

Quelle: Buchjournal „Lesewinter“

Die Verunsicherung

Wenn man die Welt ausschließlich als Materie versteht, kann man keinen existenziellen Halt haben, weil alles Materielle vergeht. Der Mensch spürt dennoch, dass der Körper ihn nicht gänzlich ausmacht, und wenn er sich für einen stolzen Empiriker hält, bekommt er von unserer westlichen Kultur keine Hilfe und bleibt mit seiner Vorahnung alleine gelassen.

Wir versuchen die Lücke, die wir in uns daswegen verspüren, zu stopfen, ohne darüber nachzudenken, wo sie herrührt. Das ist eine tragische Entwicklung: Sie führt zu Enttäuschung, Unverständnis, zum Protest, bisweilen zum Zynismus. Auf jeden Fall raubt sie uns unser Glück. Wirklich glücklich kann ein Mensch nur sein, wenn er versteht, wozu er lebt und wer er ist. So wie jeder ein materielles Zuhause für seinen Körper und ein kulturelles für seinen Geist benötigt, so braucht er auch ein inneres Zuhause für den Rest seiner Menschlichkeit, den wir meistens als Seele bezeichnen. Erst wenn wir auch in dieses Zuhause einziehen, fühlen wir uns erfüllt. Erst wenn unsere Kultur und Zivilisation auch diese dritte Säule bekommen, werden sie uns Stabilität geben.

 

Einer der zeitgenössischen indischen Asketen hat dazu eine wunderschöne Metapher benutzt: In der Avocado gibt es einen Kern. In diesem Kern gibt es einen Traum vom Avocadobaum. Genauso gibt es in jeder und jedem von uns den Traum von der Vollkommenheit. In Wirklichkeit, jenseits jeder Erscheinung und jeder Einbildung, sind wir nicht der Körper, nicht der Geist, sondern dieser Traum. Die meisten von uns essen das Fruchtfleisch der Avocado und machen sich über das Wunder des die Frucht durchdringenden Lebens keine Gedanken. Genauso können wir unseren Körper und Geist lebenslang benutzen und nie in unseren Kern eintauchen. Aber erst wenn wir mit dem in uns versteckten Traum verschmelzen, können wir zum Leben spendenden Baum werden.

Aktive Demokratie

Es gibt viel mehr Menschen, die sich für die Welt verantwortlich fühlen, die für andere Gutes wollen, die nach moralischen Prinzipien zu leben versuchen, als das heute sichtbar wird. Sie sind die Mehrheit! Die Rettung unserer Zivilisation und Kultur fängt an mit einem Entschluss dieser Menschen, zu handeln.

Der Grund, warum sie heute wenig sichtbar werden, liegt in der heutigen Zivilisationsarchitektur. Sie verstärkt Gier und Wettbewerb. Sie belohnt die Geldvermehrung und schiebt die Güte an den Rand. Egal für welches konkrete Design wir uns letztendlich entscheiden werden, es muss diese Menschen stärken und die gierigen, rücksichtslosen und egoistischen schwächen. Es gibt keine Alternative, wenn wir als Zivilisation überleben wollen.

Aktive Demokratie bedeutet, gemeinsam nach demokratischen Spielregeln zu handeln, um gemeinsame, demokratisch festgelegte Ziele zu erreichen. Dazu muss man die Demokratie von ihrem Sockel herunterholen und als eine Grundregel unseres Handelns in der Gemeinschaft benutzen. Der Ausgangspunkt der Aktiven Demokratie ist das Verständnis der Verantwortung.

In der Aktiven Demokratie kommen die verantwortungsvolle Einstellung der Bürger, die konsequent gelebten demokratischen Regeln und die Organisationsform für das neue Engagement (die Gemeinden) zusammen. Diese Art der gelebten Demokratie ist eine wichtige Voraussetzung für die Neugestaltung unserer Länder und letztendlich auch unserer Zivilisation. Weil sie in dem politischen System fest verankert sein muss, wird sie auch ein formelles Organ brauchen: das Parlament der Gemeinden.

Neue Aufklärung

Wir brauchen eine neue Aufklärung. So wie die Aufklärung des 18. Jahrhunderts unser Denken von den Fesseln der Kirche und des spekulativen Denkens befreite, wird die Aufklärung des 21. Jahrhunderts uns von den Fesseln des Spekulationskapitals und des materialistischen Nutzdenkens befreien.

Wir müssen einsehen, dass die Natur niemandem gehört, auch der menschlichen Gattung nicht. Jedes Leben hat ein grundsätzliches Existenzrecht. Die Eingriffe des Menschen in seine Umwelt müssen auf das absolut Notwendige begrenzt werden. Sie sind nur dann gerechtfertigt, wenn sie seinen notwendigen Bedarf befriedigen, und auch dann müssen sie behutsam vorgenommen werden. Aus dieser Einstellung werden die Genügsamkeit als Grundeinstellung der Menschen und die Harmonie mit der Natur resultieren.

Der Mensch ist wiederum eine harmonische Einheit aus Körper, Geist und Seele. Seine Bemühungen während seines Lebens, die sich heute auf den materiellen Bereich konzentrieren, werden in alle drei Bereiche gleichermaßen gelenkt – sie werden ausgewogen. Aus seiner neuen Einstellung zu seinem Selbst und der Welt resultieren Selbstverantwortung und Verantwortung. In der Gesellschaft nehmen sie die Form der Aktiven Demokratie an.

In der Summe schafft dieses Denken eine stabile Grundlage für eine dauerhafte Zivilisation, die das Wachsen der Menschen und glückliches Leben unterstützt.

Über den Autor

Alan P. Stern ist ein Grenzgänger: zwischen Ländern, Professionen, Kulturen, Denkschulen und Weltanschauungen. Akademisch in naturwissenschaftlichen wie auch in praktisch-wirtschaftlichen Fächern ausgebildet, arbeitete er in mehreren Ländern, am längsten in Deutschland, das zu seiner Wahlheimat wurde. Er war Journalist, Manager und Berater.

Als Agnostiker in einer atheistischen Familie aufgewachsen, kam er als junger Mann mit dem Christentum in Berührung. Später im Leben lernte er auf abenteuerlichen Wegen und eindeutig gegen seine eigengeschmiedeten Lebenspläne die alte Kultur und spirituelle Praxis Indiens lernen, wobei er sich vor allem mit der Philosophie und Praxis des Yoga beschäftigte.

 

Dieses Buch ist also von einem in der westlichen Zivilisation und in der materialistischen, wissenschaftlich geprägten Weltanschauung fest verankerten Menschen geschrieben, der in den Lehren der großen Meister des indischen Subkontinents einen neuen Bezugsrahmen für sein Verständnis des Menschen und der Welt fand. Seine spirituelle Praxis brachte ihm die Antworten auf die Fragen, die ihn seit seiner Jugend beschäftigt haben: „Wer bin ich?“ und „Was ist der Zweck meiner Existenz?“ Aus beidem folgte eine tiefere Einsicht in die eigene Kultur. Sie ergänzte seine praktische Erfahrung in der Wirtschaft und machte dieses Buch erst möglich.

Titel in Vorbereitung

Buchreihe "Das innere Universum":

„Menschlicher Geist und die Fähigkeit zur Veränderung“

„Die zehn Gebote des Yoga“

„Das Gesetz des Karmas, Wie verändert man sein Schicksal“

Continentia Verlag Wiesbaden   •   Bücher für eine harmonische Welt