Stimme der Hoffnung aus den Anden


Überall in der Welt fängt eine Zeitenwende an. Sie bringt ein anderes Verhältnis der Menschen zur Natur und zueinander und eine gute Zukunft für die Menschheit.


Fluss im Gebirge


Dieser Text ist ein Teil der Mitschrift einer Videobotschaft von Arkan Lushwala, die am Anfang dieses Jahres von der Sacred Fire Foundation in Kalifornien veröffentlicht wurde und die wir (mit Erlaubnis des Autors) für Sie ins Deutsche übersetzt haben.


Botschaft aus den Anden


Ich bin sehr dankbar für die Gelegenheit, eine Botschaft zu überbringen, eine demütige Botschaft als demütiger Bote. Diese Botschaft kommt von dort, wo wir seit Tausenden von Jahren in unserer Andenkultur lernen. Sie kommt von unseren Zeremonien, unseren Gebeten und unserer Verbindung zur Erde und zum Universum. Wir nutzen sie, um Führung zu erhalten, um ein klares Verständnis für die Natur der Zeit zu bekommen, in der wir leben, damit wir uns anpassen können.


Es ist die Weisheit unserer Vorfahren. Seit Tausenden von Jahren verlassen wir uns auf die Informationen, die wir direkt aus dieser Quelle erhalten. Wir versuchen sie zu verstehen, so gut wir können. Wir versuchen, sie in unserem Bauch, Herz, Verstand und Geist so gut wie möglich zu verdauen. Und dann, wie jedes andere Lebewesen in der Natur, finden wir einen natürlichen Weg, uns anzupassen, um eins zu sein mit dem, was vor sich geht. Also, was geschieht gerade?


Die Zeitenwende


In unserer Kultur gibt es das, was wir Pachakuti nennen. Sie haben sicher schon das Wort Pachamama gehört, wobei Pacha Zeit-Raum bedeutet. Pachamama ist also Mutter Zeit-Raum. Kuti bedeutet Wende oder Rückkehr. Pachakuti ist somit die Wende der Zeiten, wenn sich die Zeiten ändern. Und es kann auch als die Rückkehr einer vergangenen Zeit verstanden werden.


Alles im Universum bewegt sich in Kreisen. Es gibt bestimmte Positionen der Erde, wenn sie sich im Universum bewegt, im Zeit-Raum, bestimmte Bedingungen, bei denen bestimmte Dinge sehr leicht passieren. Es gibt also all die Orte mit all den Bedingungen und den aus ihnen resultierenden Erfahrungen. Und dann, nach einiger Zeit, kommen wir an diese Orte zurück. Gerade jetzt sind wir in einer kosmischen Position, in der ein langer Zyklus zu Ende geht. Und ein neuer Zyklus beginnt. Beides zur gleichen Zeit.


Deshalb ist es für manche Menschen schwierig zu erkennen, wie man in dieser Zeit sein soll, wie man sie verstehen kann, wie man in Frieden mit ihr sein kann. Es ist so, weil wir heute das Ende von einigen Dingen sehen, die nicht mehr gesund sind: Sie sind zu alt, sie dienen uns nicht mehr. Einige von ihnen sind schlechte Gewohnheiten, einige sind krank, übel. Und all das muss ein Ende haben. Und gleichzeitig empfangen wir das Licht der neuen Zeit. Diese kosmische Position bringt ein neues Licht mit der anderen Art von Samen. Die Samen dieses Lichts durchdringen alles auf der Erde: die Pflanzen, das Land, das Wasser, die Berge und uns, unser Herz, unseren Geist. Unser Bauch wird durchdrungen – die Samen des neuen Lichts kommen in uns.


Das Neue empfangen


Ein kleiner Rat, den ich geben kann, lautet: Versuchen Sie nicht, es mit Ihrem Denken zu verstehen. Denn was zu Ende gehen muss, wird sowieso zu Ende gehen. Diese Krise ist so schwer, dass nichts diese neue Zeit aufhalten wird. Diese Krise wird deswegen weitergehen, bis das, was enden muss, endet. Und das liegt nicht in unserer Verantwortung. Es geschieht jenseits menschlicher Macht. Aber gleichzeitig geht auch die Saat des Neuen auf ...


Wir müssen d