Da muss doch etwas grundsätzlich falsch sein

Aktualisiert: 6. Okt.


Von Monat zu Monat wird es deutlicher, dass sich unsere Welt auf dem Holzweg befindet. Etwas scheinen wir grundsätzlich falsch zu machen. Wenn man das Wort „grundsätzlich“ benutzt, müsste man sich auch im Klaren sein, dass die Lösung ebenfalls grundsätzlich sein muss.


Konzernzentralen in Frankfurt


Kann man den Kapitalismus aussetzen?


Ich weiß nicht, ob die Führer der Welt wirklich dies alles ignorieren und sich damit abfinden, in einem Luxus-Bunker ihren Lebensabend zu verbringen oder mutterseelenalleine in einer Rettungskapsel durchs All zu fliegen. Es sind doch auch Menschen, die sich sicher an der Schönheit der Erde erfreuen. Wahrscheinlich liegen sie sogar manchmal nachts wach und grübeln, aber finden einfach keine Antwort.


Alle sehen mittlerweile die wachsende Ungleichheit und den fortschreitenden CO2-Ausstoß und machen sich viele, viele Gedanken darüber. Das Schlimme ist nur, dass es nicht anhält. Warum haben wir die Chance des ersten Lockdowns nicht genutzt, alles grundsätzlich in Frage zu stellen? Wir zeigen so viel guten Willen, aber der Kapitalismus lässt sich einfach nicht beirren.


Die Entscheider scheuen die grundsätzlichen Fragen, weil sie fast zwangsläufig dazu führen, dass sie den Kapitalismus (mindestens in seiner jetzigen Form) in Frage stellen müssten.

Seelenlose Personen


Möglicherweise ist die richtige Antwort zu abstrakt, um auf sie zu kommen. In den letzten Tagen habe ich viel über das folgende Problem nachgedacht. Die Unternehmen sind ja juristische Personen. Warum verwendet man für sie eigentlich den Begriff „Person“? Mit Personen verbindet man doch etwas Lebendiges. Was ist, wenn diese juristischen Personen wirklich so eine Art Leben besitzen. Auch die unsichtbare Hand des Marktes ist ja etwas, das selbständig reagiert – eine eigentlich menschliche Eigenschaft.


Diese juristischen Personen lassen Menschen für sich arbeiten, denn man schließt ja seinen Arbeitsvertrag – vom Hilfsarbeiter bis zum CEO – mit genau dieser juristischen Person. Das bedeutet auch, dass alle dort beschäftigten natürlichen Personen dieser juristischen Person gegenüber loyal sein müssen. Ich unterstelle jetzt einmal, dass es das Ziel dieser juristischen Person ist, zu wachsen (eigentlich auch eine natürliche Eigenschaft), und all ihre Angestellten unterstützen sie dabei. Sie werden nichts dagegen unternehmen, weil sie dafür bezahlt werden und sie ihren Job nicht verlieren möchten.


Ich erinnere mich noch an die Siebziger, da gab es unter vielen Menschen die Angst, dass „im Jahr 2000“ die Roboter die Macht übernehmen. Jetzt nutzen die juristischen Personen tatsächlich zunehmend die digitalen Technologien, um digital noch mächtiger zu werden. Die internationalen Konzerne sind mittlerweile reicher als ganze Volkswirtschaften. Geld bedeutet Macht – machen wir uns nichts vor. Wird das Gespenst doch noch Realität?


Alle paar Wochen überschreiten wir einen Kipppunkt. Sollten wir uns nicht irgendwann ernsthaft fragen, ob wir in unserem ganzen wirtschaftlichen System nicht etwas Grundsätzliches übersehen haben?



Eberhard schlägt bereits seit Jahren die Abschaffung des Geldes als die Lösung für unsere zivilisatorische Krise vor. Für mehr Information verweisen wir auf seine anderen Artikel in diesem Blog und auf seine Webseite: https://letusbe.one/d/.


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