Das Geld, das verschwindet

Aktualisiert: Okt 10


Wir setzen einfach voraus, dass es immer Geld geben muss. Danken Sie aber darüber nach.


Kräuter aus der Natur vorbereitet für die Herstellung von Produkten


Weil alles eigentlich kostenlos ist


Die Luft, die wir atmen ist ein Geschenk der Natur. Sie kostet nichts. Aber genauso ist auch das Wasser etwas, das uns die Erde schenkt. Ebenso das Erdöl, das Getreide und noch viele andere Dinge.


Wir geben diesen Dingen einen künstlichen Wert, kaufen sie, und damit gehören sie uns, und wir machen mit ihnen was wir wollen. Dies wiederum gibt uns das Recht, das Wasser in Flaschen zu füllen und teuer zu verkaufen. Und wenn wir genug von den Dingen haben, werfen wir sie einfach weg. Die Entsorgung ist ja gesetzlich geregelt.


Es ist widersinnig, Dinge mit Arbeit zu bewerten. Das ist so, als würden wir versuchen, einen Apfel mit seiner Lautstärke zu bewerten.

Da wir den Geschenken der Natur einen Wert geben, kann uns auch die Politik dahingehend beeinflussen, dass wir viel zu viele dieser Dinge konsumieren, nur damit das Bruttonationalprodukt weiter wächst. Dies führt letztendlich zum Schmelzen der Polkappen, zur Verschmutzung der Meere mit Mikroplastik und zur Abnahme der biologischen Vielfalt.


Aber eigentlich widerspricht es allen Naturgesetzen. Das Eisen, aus dem das Blech des Autos besteht, ist ein Geschenk der Erde. Das Korn, das auf dem Feld gewachsen ist, wird geerntet, gemahlen und zu Brot verbacken. Nach dem Gesetz von der Erhaltung der Masse wird es dadurch nicht mehr. Die Menge an elektrischer Energie, die unsere Kaffeemaschine verbraucht, ist ebenfalls gratis mit dem Erdgas aus der Erde gekommen oder gratis dem Wind oder dem Sonnenlicht entnommen worden. Das Material oder die Energie haben nicht an „Menge“ zugenommen, das geht überhaupt nicht. Die Menge von allem ist gleich geblieben, die Dinge wurden nur durch den Menschen verändert und transportiert.


Die Schätze der Erde sind kostenlos, deshalb kann man sie nicht kaufen und deshalb gehören sie uns nicht. Sie sind Teil des natürlichen Kreislaufes. Wir dürfen uns nehmen was wir zum Leben brauchen, aber nicht mehr.


Wir könnten ganz einfach die vernünftige Weltordnung wieder herstellen, indem wir die Arbeit von den Dingen trennen, dann sind wieder alle Dinge kostenlos.

Wenn die Dinge nichts kosten, dann kann natürlich die Arbeit auch nichts kosten. Also schaffen wir das ganze Geld ab.


Die Arbeit wird dann einfach erledigt. Damit entfällt auch das Paradoxon, dass die Arbeiten, die innerhalb der eigenen Wohnung oder des Gartens erledigt werden, kostenlos sind, und die Arbeiten außerhalb bezahlt werden müssen. Oder das Paradoxon, dass die Arbeiten, die man für die Pflege der Angehörigen oder für die Kindererziehung aufwendet, nichts wert sind, im Gegensatz zur Arbeitszeit, die man am Schreibtisch verbringt.


So wie wir heute unsere Wohnung sauber halten, den Müll wegbringen und uns um Nahrung und Kleidung für unsere Angehörigen kümmern, sorgen wir später dafür, dass auch die Stadt sauber und die Produktion der Waren und die tägliche Versorgung gesichert ist. Wir machen das, weil wir uns dafür verantwortlich fühlen und nicht, weil wir für das eine bezahlt werden und für das andere nicht.


Was sind nun die Vorteile der neuen Gesellschaftsordnung?