• Andreas

Einheit in Vielfalt

Jemand, der sich schon seit Jahrzehnten für den Umweltschutz und eine gerechtere Gesellschaft einsetzt, sprach mich kürzlich an: „Sie verweisen auf Fridays for Future. Ich persönlich stehe dieser Bewegung äußerst kritisch gegenüber.“ Als ich das hörte, dachte ich daran, wie zersplittert wir doch sind.



Jede der unzähligen Initiativen für eine bessere Zukunft wird von wunderbaren Menschen vorangetrieben, die alle Gutes wollen, und trotzdem arbeiten sie selten zusammen. Oft sind sie den anderen gegenüber misstrauisch, bleiben lieber unter sich, verteidigen ihr Terrain, bestehen auf ihre eigenen Ideen. Ist das klug? Schwächt das nicht die Kraft der Erneuerung in unserer Gesellschaft? Ist das nicht genau das, was unsere Gegner wollen?


Lass uns stark werden


Lass uns zuerst stark werden. Es gibt so viele Überschneidungen, wesentliche Gemeinsamkeiten. Wir werden uns doch sicher auf einige Grundsätze einigen können. Zum Beispiel:

  1. Aufhören, die Natur zu zerstören und die Ressourcen der Erde zu verschwenden.

  2. Demokratie stärken, lokale Demokratie ausbauen.

  3. Die Grundlagen der Wirtschaft verändern.

  4. Gleichberechtigung zum wichtigsten Prinzip des politischen Systems machen.

  5. Verantwortung zum wichtigsten Prinzip und Gemeinwohl zum Hauptziel der Gesellschaft ernennen.

In diesem (oder ähnlichem) Rahmen lassen sich unterschiedliche politische Meinungen, Handlungsempfehlungen und Weltanschauungen vereinen.

Ein gemeinsames Auftreten ist unbedingt notwendig – es ist die Voraussetzung für den Erfolg. Der Umbau des heutigen Systems ist eine Herkulesaufgabe. Die Trägheit des Status quo ist enorm. Das Umdenken in der Breite der Gesellschaft wird ein Kraftakt. Und die Gegner haben Geld und manche von ihnen auch keine Skrupel. Wenn wir die Kräfte des Umbaus, des Umdenkens nicht bündeln, werden wir scheitern. Machen wir bloß diesen Fehler nicht!


Es ist der Wille, nicht das Geld oder die Macht. Und auch nicht richtige Ideen oder geniale Lösungsansätze. Es ist der gebündelte Wille, der die Welt gestaltet.

Lass uns zuerst Deutschland verändern und erst danach unsere wunderbare Pluralität betonen.

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